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Haben Sie Fragen? Hier finden Sie fachmännische und praktische Anleitungen und Hinweise rund um Farbe, Malmittel und Techniken.

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Vorbereitung und Planung eines Werkes

Erfolg, Wert und Beständigkeit eines Werkes hängen zu einem ganz wesentlichen Teil von der Planung ab. Diese kann allgemein nach folgenden Gesichtspunkten erfolgen :

  • Konkretisierung der Idee
  • gegebener oder gewählter Malgrund
  • Abklärung einer eventuell notwendigen Untergrundvorbehandlung, einerseits gemäss Beschaffenheit des Untergrundes, andererseits gemäss Art der zu verarbeitenden Malfarbe
  • Wahl der geeigneten Malfarben und Malhilfen
  • Wahl der Maltechnik
  • Bereitstellung der Malfarbe ( z.B. verdünnen, verdicken, verstärken bezüglich Haftfestigkeit, Menge usw. )
  • besonderer abschliessender Schutz des Werkes ( Firnis, Versiegelung )

In der Planung spielen noch zahlreiche andere Komponenten eine Rolle, wie z.B. äussere Bedingungen ( Witterung, Temperatur des Malgrundes und der Umgebung, örtliche Verhältnisse, vorgegebene Arbeitszeit usw. ), geeignete Werkzeuge, Gebinde, Installationen zum Arbeiten, Hilfsmittel usw.

Untergründe einschätzen und vorbereiten

Die Beschaffenheit des Untergrundes sowie dessen Vorbehandlung sind für das gute Gelingen des Werkes ausschlaggebend, denn eine Malerei ist nur so haltbar und beständig wie ihr Malgrund bzw. ihr Bildträger. Das Malen mit Acrylfarben auf den traditionellen Malgründen wie Leinwand, Karton, Papier usw. ist kaum problematisch, eine Folge der einzigartigen Eigenschaften dieser modernen Malfarbe. Auf diese Malgründe kann direkt und ohne besondere Grundierung gearbeitet werden  ; lediglich einige wenige Grundsätze bezüglich Untergrundvorbereitung, Vermalen der Acrylfarben ( wie z.B. Trocknung, Trocknungsverzögerung ) und koloristische Technik sind hier zu beachten. Unsere nachfolgenden Ausführungen sind ganz besonders auf Wandmalerei auf verschiedenen Untergründen ausgerichtet, da sich hier einige spezielle Anforderungen stellen, deren fachgerechte Lösung ausschlaggebend für das Gelingen und die Beständigkeit der Malerei ist. Für das Malen mit Acrylfarben wie auch mit anderen Farben sollen stets folgende allgemeine Grundsätze bezüglich des Untergrundes beachtet werden :

  • Auf alkalischen Untergründen darf nicht gearbeitet werden.
  • Der Malgrund muss sauber, fettfrei und trocken sein, damit eine gute Haftung der darauf folgenden Anstriche gewährleistet ist.
  • Nassräume sind aus bauphysikalischen Gründen schwierig zu bemalen, unabhängig vom Untergrund.
  • Der Malgrund muss in sich kompakt sein. Er darf weder abbröckeln noch abblättern und beim Übermalen von alten Farbschichten auch nicht absanden oder abkrei- den. Durch ein Bemalen kann der Untergrund höchstens in der dünnsten obersten Schicht gefestigt werden, jedoch ohne eigentliche Tiefenwirkung. Abkreidende oder absandende Untergründe können durch entspre- chende Vorbehandlung mit Tiefgrund begrenzt gefestigt werden, bei lockeren und abblätternden Untergründen ist dies aber nicht mehr möglich. In solchen Fällen ist zunächst wieder ein stabiler Untergrund herzustellen, indem alle lockeren Teile entfernt werden ( durch Ab- schlagen, Abkratzen, Abbürsten usw. ), der Untergrund in der gewünschten Form ausgeglichen, gefestigt ( z.B. durch Flickmörtel, Ausgleichsspachtel ) und gleichmässig isoliert wird.
  • Zu glatte oder mit alten Farben und Lacken behaftete Untergründe sind aufzurauen oder mit Salmiakwasser anzulaugen, eventuell auch mit Haftgrund vorzustreichen.
  • Metallische Untergründe sind absolut rostfrei und fettfrei zu reinigen. Eisenmetalle müssen mit einer matten Kunstharz-Rostschutzgrundierung gestrichen werden.
  • Ein Malgrund ist auch stets auf seine Saugkraft hin zu untersuchen. Stark oder unregelmässig saugende Gründe sind mit Lascaux Grundierungen zu isolieren. Als Grundregel gilt : Je saugender der Malgrund, desto dünner muss die Farbe für den ersten Auftrag sein, damit eine gute Verankerung erreicht wird.


Untergründe vorbehandeln
Eine der vielen hervorragenden Eigenschaften der Lascaux Acrylfarben besteht darin, dass sie problemlos zu verarbeiten sind, und zwar je nach gewünschter Technik direkt oder auf vorbehandeltem Untergrund. Stark saugende Gewebe werden zuerst mit Lascaux Imprä-gnierung vorgeleimt ; mineralische Untergründe werden mit einem Tiefgrund vorbehandelt : mit dem wässrigen Lascaux Hydro-Grund, 1:4 mit Wasser verdünnt, oder mit dem lösemittelhaltigen Lascaux Paraloid B72-10 %, wenn das Eindringen von wässrigen Produkten kritisch erscheint, z.B. bei Weissputz und Gips. Mit den weissen, deckenden Grundierungen Lascaux Primer, Uni-Primer, Gesso oder Studio Original Weiss 982 wird dann der eigentliche Malgrund geschaffen. Auf imprägniertem Untergrund wird die mit max. 25 % Wasser verdünnte Grundierung mittels Pinsel, Bürste oder Roller aufgetragen. Je nach gewünschter Deckung kann ein zweiter Anstrich erfolgen. Wird die Grundierung ohne Imprägnierung des Untergrundes direkt aufgetragen, so muss sie mindestens 1:1 mit Wasser verdünnt werden ( ausser wenn die Gefahr des Durchschlagens der Farbe auf der Rückseite besteht ). Es kann auch direkt mit Acrylfarben auf den imprägnierten Grund gemalt werden. In diesem Fall müssen die Farben für den ersten Auftrag ebenfalls verdünnt werden, da sie die Funktion der Grundierung übernehmen.
Bereits gestrichene Flächen
Sollen bereits gestrichene Flächen übermalt werden, ist der Zustand des bisherigen Farbanstriches zu kontrollieren. Wichtig ist dabei, festzustellen, ob der alte Anstrich noch einwandfrei haftet und saugfähig ist. Besondere Vorsicht ist in dieser Beziehung bei Aussenanstrichen geboten. 
Lose haftende, alte Anstriche sind durch Abstossen oder Abbeizen teilweise oder total zu entfernen. Gut erhaltene ältere und kreidende Anstriche werden mit Wasser unter Zusatz von 2-5 % Salmiak sauber gewaschen. Der neue Farbaufbau hat nach den Richtlinien für die verschiedenen Untergrundarten zu erfolgen. 
Je nach Saugfähigkeit des gereinigten Untergrundes ist er mit lösemittelhaltigem Lascaux Paraloid B72-10 % zu behandeln, wobei die Verdünnung so auszurichten ist, dass die trockene Grundierung nicht glänzend, d.h. nicht versiegelnd wirkt.
Rohe Malleinen und andere Textilien
Für Acrylmalerei eignen sich praktisch alle Arten von Geweben wie Reinleinen, Juteleinen, Jute, Baumwolle, Papier, aber auch synthetische Gewebe wie Polyester, Polyamid, Glasfaser. Rohe Malleinen, Baumwolltuche und andere natürliche Gewebe sind mit Vorteil vor dem Aufspannen gründlich in warmem Wasser zu waschen, um die Appretur auszuspülen. Dabei ist zu beachten, dass das Gewebe je nach Waschtemperatur 5-10 % schrumpfen kann. Die Gewebe werden auf einen Spannrahmen aufgespannt. Stark saugende Gewebe aus Natur- oder Kunstfasern werden mit Lascaux Imprägnierung vorgeleimt. Die gewünschte Grundierung wird mit Lascaux Primer oder Gesso, mit 10-25 % Wasser verdünnt, in einer oder mehreren Schichten vorgenommen ; Zwischenschliffe sind möglich. Für farblose Grundierungen eignet sich Lascaux Medium 2 matt, mit etwa 25 % Wasser verdünnt. Direktes Bemalen von Geweben ohne Vorleimung oder Grundierung ist ebenfalls möglich, insbesondere wenn es sich um dicht gewebte Textilien handelt. Es ist dabei zu beachten, dass stark verdünnte Acrylfarben je nach Dichte des Gewebes auf die Rückseite durchschlagen können. Für direktes Bemalen, selbst in extremer Verdünnung, eignet sich hervorragend Lascaux Cotton Duck Canvas 10, ein 475 g/m² schweres und 250 cm breites Baumwollsegeltuch.
Grundierte Malleinen
Die im Fachhandel angebotenen Malleinen sind heute meistens mit Grundierungen auf Basis von Acryl- oder Kunstharz-Dispersionen beschichtet. Praktisch alle eignen sich für Acrylmalerei. Indessen muss man sich bewusst sein, dass es erhebliche Qualitätsunterschiede bei fertigen Grundierungen gibt.
Papier und Karton
Grundsätzlich kann auf diesem Material ohne Grundierung gearbeitet werden. Wünscht man aber eine Grundierung, sollte beidseitig grundiert werden.
Holz, Spanplatten, Holzfaserplatten und MDF Platten

Das Holz sollte gut getrocknet sein und frei von Verunreinigungen ( Abschleifen oder Abwaschen mit Lösemitteln). Es empfiehlt sich, mit Lascaux Transparentlack 1 Glanz, 1:2 bis 1:3 mit Wasser verdünnt, allseitig zu imprägnieren ( auch die Rückseite, um ein Verziehen zu vermeiden ) und anschliessend die aufstehenden Fasern mit feinem Schleifpapier wegzuschleifen. Auf die Imprägnierung kann entweder direkt gemalt oder zusätzlich eine Grundierung mit Lascaux Primer, Gesso oder Studio Original Weiss, je mit 10-25 % Wasser verdünnt, aufgebracht werden.

Unbeschichtete MDF-Platten können ohne Imprägnierung direkt mit weisser Grundierung oder Acrylfarbe bemalt werden. Für das Bemalen von beschichteten MDF-Platten siehe Unterkapitel «Kunststoffe ».

Sichtbeton
Frischer Sichtbeton muss sauber und trocken sein ( max. 2-3 % Restfeuchtigkeit ), bevor er bemalt werden kann. Holzschalbeton muss gründlich mit der Bürste oder besser mit Hochdruckreiniger gereinigt werden, damit er von losen Zementresten, Schalholz- und Schalölrückständen befreit wird. Beton mit sehr glatter Oberfläche, speziell bei Kunststoff- und Metallschalungen, ist besonders sorgfältig von Schaltrennmittelrückständen zu reinigen. Extrem glatte Flächen sind eventuell aufzurauen. Die Imprägnierung erfolgt mit Lascaux Hydro-Grund, 1:4 mit Wasser verdünnt, oder mit Lascaux Paraloid B72-10 % bei aussergewöhnlichen Anforderungen, z.B. in Bädern oder im Aussenbereich. Danach erfolgt ein ein- bis zweimaliges Grundieren mit Lascaux Uni-Primer, verdünnt mit ca. 10 % Wasser, oder Studio Original Weiss 982, verdünnt mit 10-25 % Wasser. Frei stehende Malerei auf Sichtbeton kann wie in Freskotechnik ausgeführt werden. Der Grund kann jedoch auch wie folgt vorbereitet werden : Mit Lascaux Hydro-Grund, 1:4 mit Wasser verdünnt, imprägnieren und hierauf einen einmaligen Auftrag mit 25 % verdünntem Lascaux Medium 2 matt aufbringen. Mit diesem Aufbau wird die ganze Betonoberfläche ohne Veränderung des Sichtbetoncharakters und ohne farbliche Veränderung matt versiegelt. Auf dieser Versiegelung kann dann beliebig gemalt und auch mit Mixtion blattvergoldet werden.
Weissputz und Gipsverputz
Frischer Weissputz soll gut trocken und fettfrei sein. Zuerst ist eine Imprägnierung mit lösemittelhaltigem Lascaux Paraloid B72-10 % vorzunehmen. Weissen oder eingefärbten Malgrund stellt man mit den deckenden Lascaux Grundierungen oder Studio Original Acrylfarbe her.
Kalk- und Zementputz
Reiner Kalkputz hat eine sehr lange Abbindezeit und neigt zu Rissbildungen. Der gut durchgetrocknete Grund ist zunächst mit einem Holzstück abzureiben, wodurch lose Sandkörner abgestossen werden können. Es folgt eine einmalige Imprägnierung mit Lascaux Hydro-Grund, 1:4 mit Wasser verdünnt. Danach wird ein einmaliger Grundanstrich mit Lascaux Primer oder Studio Original Weiss aufgetragen, je mit mindestens 25 % Wasser verdünnt. Siehe auch unter « Sichtbeton »
Fiber-Zement
Hier gelten die gleichen Regeln wie bei Sichtbeton. Die Grundierung soll stets mit Lascaux Uni-Primer ausgeführt werden, der sich besonders gut als Haftlack eignet.
Kalksandstein und Ziegelmauerwerk
Der Aufbau erfolgt wie bei Putz bzw. Sichtbeton. Glasierte Ziegel eignen sich nur für Malereien in Innenräumen. Bei dem Wetter ausgesetzten Objekten ist die Haftung von Farbanstrichen ungenügend.
Natursteine
Natursteine sind zuerst auf ihre Saugfähigkeit und eventuell auf Absanden zu untersuchen. Absandende und stark saugende Natursteine müssen mit einer Bürste von lockeren Teilen an der Oberfläche befreit und danach mit Lascaux Hydro-Grund, 1:4 mit Wasser verdünnt, imprägniert werden. Oft empfiehlt es sich zudem, Natursteine mit einem Haftvorlack zu versehen, z.B. mit Lascaux Transparentlack 1 glanz, 1:4 mit Wasser verdünnt. Anschliessend können sie mit Acrylfarben bemalt werden. Zur Erlangung grösserer Härte und verbesserter Haftfestigkeit können Acrylfarben 2:1 bis 1:1 mit Transparentlack 1 glanz vermischt werden. Weisse Grundierungen sind mit Lascaux Uni-Primer, verdünnt mit etwa 10 % Wasser, auszuführen.
Kunststoffputze
Die Untergrundvorbehandlung kann im gleichen Sinne wie auf neuem oder gestrichenem Putz erfolgen. Siehe «Bereits gestrichene Flächen ».
Kunststoffe, Folien, Plexiglas und Glas

Auf vielen nichtsaugenden Kunststoffen wie Acrylglas, Polyester, PVC, Melaminharz usw. wird mit Lascaux Acrylfarben eine gute Haftung erreicht. Die Kunststoffoberfläche wird sorgfältig angeschliffen, vom Schleifstaub gereinigt und entfettet, z.B. mit Brennspiritus. Für eine weisse Grundierung ist Lascaux Uni-Primer zu empfehlen, für eine transparente Grundierung Medium 1 glanz. Zum Malen können Lascaux Acrylfarben mit Medium 1 glanz oder Transparentlack 1 glanz im Verhältnis 1:1 bis 1:2 gemischt werden, wodurch die Haftfestigkeit noch verbessert wird.

Die Haftung auf Glas ist bei starker Beanspruchung problematisch. Vor allem bei Wasserkontakt ist sie ungenügend. Lascaux Acrylfarben eignen sich jedoch gut für Hinterglasmalerei, da ihre rasche Trocknung ein sehr zügiges Arbeiten erlaubt. Als Untergrundvorbereitung ist eine sorgfältige Reinigung und Entfettung des Glases vorzunehmen. Als transparente Grundierung eignet sich Lascaux Medium 1 glanz.

Metalle
Nichteisenmetalle oder Legierungen wie Aluminium, Messing, Kupfer usw., aber auch Zink und verzinktes Eisen, können direkt mit Lascaux Farben bemalt werden. Sie werden vorher mit einem groben Kunststoffschwamm nass angeraut, sauber gereinigt und entfettet. Ist eine weisse Grundierung auf diesen Untergründen erwünscht, so soll sie mit Lascaux Uni-Primer, mit 10 % Wasser verdünnt, ausgeführt werden. Als farblose Grundierung wird Lascaux Transparentlack 1 glanz, 4:1 mit Wasser verdünnt, verwendet. Um grössere Härte und noch bessere Haftung zu erzielen, können die Acrylfarben mit Lascaux Transparentlack 1 glanz gemischt werden. Eisenmetalle müssen völlig rostfrei sein und mit einer matten Kunstharz-Rostschutzgrundierung porenfrei grundiert werden. Auf Edelstahl wird als farblose Grundierung Lascaux Transparentlack 1 glanz, 4:1 mit Wasser verdünnt, verwendet, als weisse Grundierung Lascaux Uni-Primer, mit 10 % Wasser verdünnt, oder eine Zweikomponenten-Epoxyvorlackierung. Anschliessend erfolgt der Farbaufbau wie oben beschrieben.
Versiegeln und Firnissen
Obwohl Lascaux Acrylfarben nach der Trocknung wasser- und wetterfest werden, empfiehlt es sich immer, ein Werk durch Versiegelung ( Firnis ) gegen mögliche Beanspruchungen noch beständiger zu machen. Ein geeigneter Firnis kann Acrylmalerei gegen Verschmutzung, mechanische Beanspruchung, Licht und Witterungseinflüsse wesentlich besser schützen. Im Innenbereich genügt oft Lascaux Transparentlack als Versiegelung, bei starker UV- Einstrahlung und überall im Aussenbereich ist die Verwendung von Lascaux Transparentlack UV angebracht. Eine nicht wasserfeste Malerei kann vor Abnützung und Zerstörung durch Fixieren mit Lascaux Fixativ ( schwacher Schutz und geringe Veränderung der Oberfläche ) oder durch Firnissen mit Lascaux UV Protect ( geschlossener Film, starker mechanischer Schutz und UV-Schutz, intensivere Veränderung der Oberfläche ) geschützt werden. Hat einmal eine Malerei durch irgendwelche Einflüsse Schaden genommen, empfehlen wir, uns vor dem Versuch zur Behebung des Schadens zu Rate zu ziehen oder sich direkt an einen Restaurator zu wenden.
Tipps zur Reinigung
Lascaux Acrylfarben sind nach der Trocknung wasserunlöslich, jedoch stets quellbar in Alkohol ( Brennspiritus ) und anderen Lösemitteln. Lascaux Gouachefarben bleiben auch nach dem Trocknen wasserlöslich. Farbflecken aus Kleidern zu entfernen, ist oft problematisch, da Pigmente aller Farben eine besondere Affinität zu Textil-fasern haben. Eine Fleckenentfernung aus Kleidern ist indessen oft möglich, wenn man die Reinigung mit flüssigem Waschmittel, am besten durch Anlegen einer Kompresse, vornimmt. Eingetrocknete Pinsel sind mit Lascaux Pinselreiniger zu reinigen und anschliessend mit Wasser und Seife auszuwaschen.
Mischtechnik
Lascaux Künstler Acrylfarben eignen sich vorzüglich für Mischtechniken. Sie sind eine ideale Untermalung für Ölfarben. Mit den schnell trocknenden Acrylfarben kann untermalt und darauf können gewünschte Akzente mit Ölfarbe gesetzt werden. Über frisch getrocknete Ölfarben sollen allerdings keine Acrylfarben gestrichen werden, da infolge der langsameren Durchtrocknung der Ölfarbe später leicht Spannungsrisse oder Runzelungen in der Malerei auftreten können. Auch mit einem abschliessenden Schlussfirnis sollte stets gewartet werden, bis die Ölfarbe gut durchgetrocknet ist.
Airbrush-Technik
Lascaux Farben eignen sich gut für die Airbrush-Technik. Je nach gewünschtem Ergebnis und Verwendungszweck der Objekte können die wasserfest auftrocknenden Lascaux Künstler Acrylfarben Studio Original, Sirius Acryl und Perlacryl gewählt werden. Wenn Wasserfestigkeit nicht nötig oder nicht erwünscht ist, können Aquacryl-, Sirius Wasser-, Gouache- und Decora-Farben eingesetzt werden. Airbrush-Technik ist in der Ausführung sehr anspruchsvoll ; vor allem ist auf grösste Sauberkeit und Reinhaltung der Geräte zu achten. Die Düsengrösse richtet sich nach der gewünschten künstlerischen Wirkung, sollte aber auf jeden Fall nicht kleiner als 0,15 bis 0,5 mm gewählt werden. Zudem muss die richtige Balance von Druck, Düsenöffnung und Verdünnung gefunden werden. Es ist zu empfehlen, immer genügend Farbe eines Farbtones zu mischen und bereitzuhalten, da ein Nachmischen eines Farbtones Schwierigkeiten bereiten kann. Zweckmässig ist es, die Farben vor Arbeitsbeginn mit einem feinen Sieb zu sieben, um eventuelle Partikel zu entfernen. Lascaux Acrylfarben werden mit Wasser auf eine spritzbare Konsistenz verdünnt. Das Wasser wird in kleinen Portionen unter ständigem Rühren zugegeben. Die Konsistenz der spritzbaren Farben richtet sich nach der Düsengrösse und dem eingestellten Druck. Das Verdünnungsverhältnis kann dabei zwischen 1:1 und 1:3 Farbe/Wasser liegen. Die Farbverdünnung kann auch mit einer 1:1 bis 1:4 Mischung von Lascaux Transparentlack/Wasser vorgenommen werden, was eine Verlängerung der Offenzeit und eine Verzögerung des Antrocknens der Farbe an der Düse zur Folge hat. Stark verdünnte Farben neigen zum Absetzen und müssen deshalb immer wieder gut aufgerührt werden.
Patinatechnik
Lascaux Farben und Malhilfen eignen sich hervorragend für die Patinatechnik. Der imitierte Alterungsprozess von Oberflächen ist eine der edelsten Formen der Oberflächenbehandlung. 
Anleitung als PDFPatinatechnik Schritt für Schritt

Transfertechnik
Diese Technik ermöglicht die Übertragung von Bildern aus Zeitschriften sowie Laserdrucken (keine Tintenstrahl- oder andere wasserlöslichen Drucke) auf sämtliche, für Acrylfarben geeignete starre Untergründe.
Anleitung als PDFTransfertechnik Schritt für Schritt

Abperltechnik
Lascaux Farben und Malhilfen eignen sich speziell gut für die Abperltechnik. Mit dieser speziellen Technik lassen sich netzartig strukturierte Farbhäute produzieren, die grossflächig oder dekorativ auf Objekte und Bildkompositionen aufgeklebt werden können.
Anleitung als PDFEffektvolle Abperltechnik Schritt für Schritt